Hnsl Grdl

 m gren, dnkle Waldt ha mol en Hlzhacker nn sein Fr mt hre Knner, di Hnsl Grdl kscht hann, geleeft. Si woren arm wi di Krchemeiss.

 Wi en Deijerng no iwwer et Landt kmm wor, hodden se koum noch etwas zu essen. Di Nt hott das Herz vn derr Fr hart gemach nn se hott ft nt ous noch n gewsst. nn s hott se note mol an em Owet zu hrem Mann gsoot:

 Mr misen di Knner nous n de Waldt fren, wa merr nt all mdnanner verhn-gern wllen. E Schdckelche Brt sllen se noch kriin, awwer noten losse merr se zurick.

 ff das hinn wor em Hlzfller ganz bang m 't Herz gnn. Awwer ch hn hott kann annere Root kott, was se hdde mache sllen.

 Di Knner, di v louter Hnger nt schlofen ha knnen, hodden de Pln vn der Mtter krt woren dodedriwwer ganz sch ve'schrock. 

 Krisch nt, Grdl, ich werren nz schn helfen, hott den Hnsl di Schwester prowrt zu trsdn.   

 Wi de Familije noten am anneren Dch n de Waldt gang wor, hott den Hnsl Brtkrimmeln falle geloss, mm den Hmweech nomol zu fnnen. Awwer di Vigl hodden di Brtkrimmeln ffgepkt nn noten hodden di Knner den Hmweech nimmi gfnn. Di Knner hann sich mmer m n de Waldt verrt nn s schdt ss et ch schn dnkel gnn.

  Hngrich verngschdert snn se weider drch de Waldt gang. ff mool hann se e wnnersam Heijen/Heichen endeckt. Das wor ganz ous Leebkchen nn Zcker, sdass se sfort e Schdkkelchen derrvn prowren ha miisn.

 En Schdmm hott noten ous 'm Hous geruuf: Knsber, knsber, Kneijen, w knsbert dann a meinem Heijen?

  En alt Fr ss note vr de Dr getreet nn hott di verschrockne Knner frindlich nn 't Hous gelockt.

 Di Fr wor awwer en bs Hks nn hott den Hnsl nn e Kefich gschdppt.  ich werren dich essen, wann dou nimmi moger bscht, hott se not gsoot.

 Et Grdl hott vn dann an fr de Hks arwete sllen. Hnsl hott awwer jden Dch si Fnger zum Kefich nousstrekke miisn, dermtt di Alt filen hott knnen, ob hn sch ftter g wor. Weil hn hr awwer en Hinkelsknochen higschdrekt hott, hott sich di Heks gewnnert, dass de Jng ntt dikker g wor. nes Dchs hott se noten hr Geduld vlr.

  Mach mol et Fjer an, hott se zum Grdl gsoot, krawwl mol n den wen nn schau noo, ob d schn hei genung ss.

  Awwer weil et Grdl gent hott, dass di Hks Bset m Snn kott hott, hod et hr dodrff geantwort: ich w nt, ob ich das mache sll.

 Wi noten di Alt hre Kopp selwer n den wen ngschdppt hott, hod et Grdl si ngschd ganz schnell de Rigl vr et wendrche gschiibt. Not set schnell zum Hnsl gelf nn hod en ous em Kefich rousgeloss. 

 Iwwerglklich hann di Knner di ganz Schtz vn der Hks gsammelt nn hann sich noten ff den Hmweech gemach.

 De ganzen Dch woren se drch de Waldt gert, doch schlilich hann se no di Htt vn hre Leit gfnn.

 Di hodden awwer wrend derer ganzen Zit kan nzich fr Schdnn kott. Drmm hodden se ganz sch gschdaunt, wi hinnen Hnsl Grdl di Edlschdeen vn der Hks gewiss hodden.

 

Hnsel und Gretel (Kurzfassung)

 Im groen, dunklen Wald haben einmal ein Holzhacker und seine Frau mit ihren Kindern, die Hnsel und Gretel hieen, gelebt. Sie waren arm wie die Kirchenmuse.

 Als eine Teuerung dann ber das Land gekommen war, hatten sie kaum noch etwas zu essen. Die Not hatte das Herz von der Frau hart gemacht und sie hatte oft nicht aus noch ein gewusst. Und so hatte sie dann einmal an einem Abend zu ihrem Man gesagt:

 Wir mssen die Kinder hinaus in den Wald fhren, wenn wir nicht alle miteinander verhungern wollen. Ein Stckelchen Brot sollen sie noch bekommen, aber dann lassen wir sie zurck.

 Auf das hin war dem Holzfller ganz bang um sein Herz geworden. Aber auch er hatte keinen anderen Rat, was sie htten machen sollen.

 Die Kinder, die vor lauter Hunger nicht schlafen konnten, hatten den Plan von der Mutter gehrt und waren darber ganz schn erschrocken.

 Weine nicht, Gretel, ich werde uns schon helfen, hatte Hnsel die Schwester probiert zu trsten.

 Als die Familie dann am anderen Tag in den Wald gegangen war, hatte Hnsel Brotkrmmeln fallen gelassen, um dem Heimweg wieder zu finden. Aber die Vgel

hatten die Brotkrmmeln aufgepickt und dann hatten die Kinder den Heimweg nicht mehr gefunden. Die Kinder haben sich immer mehr in den Wald verirrt und so langsam ist es auch schon dunkel geworden.

 Hungrig und verngstigt sind sie weiter durch den Wald gegangen. Auf einml haben sie ein wundersames Huchen entdeckt. Das war ganz aus Lebkuchen und Zucker, so dass sie sofort ein Stckchen davon probieren mussten.

 Eine Stimme hatte dann aus dem Haus gerufen (rief dann aus dem Haus) [Imperfekt gibt es im Neubeschenowarischen nicht, wie in etlichen anderen deutschen Dia-lekten auch.]: Knusper, knusper Knuschen, wer knuspert denn an meinem Huschen?

  Eine alte Frau ist (war) [Mit den Zeiten nehmen wir es nicht so genau.] dann vor die Tr getreten und hatte die erschrockenen Kinder freundlich ins Haus gelockt.

 Die Frau war aber eine bse Hexe und hatte den Hnsel in einen Kfig gesteckt. Ich

werde dich essen, wenn du nicht mehr mager bist, hatte sie dann gesagt.

 Das Gretel hatte von dann an fr die Hexe arbeiten sollen. Hnsel hatte aber jeden Tag seinen Finger zum Kfig hinaus strecken mssen, damit die Alte fhlen hatte knnen (konnte), ob er schon fetter geworden war. Weil er ihr aber einen Hhnerknochen hingestreckt hatte, hatte sich die Hexe gewundert, dass der Junge nicht dicker geworden war (wurde). Eines Tages hatte sie dann ihre Geduld verloren.

 Mach mal das Feuer an, hatte sie zur Gretel gesagt, steig mal in den Ofen und schau nach, ob der schon hei genug ist.

 Aber weil (das) Gretel geahnt hatte, dass die Hexe Bses im Sinn (gehabt) hatte, hatte es ihr darauf geantwortet: Ich wei nicht, ob ich das machen soll.

 Als dann die Alte ihren Kopf selber in den Ofen hineingesteckt hatte, hatte (das) Gretel sie hineingestoen und ganz schnell den Riegel vor das Ofentrchen geschoben. Dann ist sie schnell zum Hnsel gelaufen und hatte ihn aus dem Kfig herausgelassen. 

 berglcklich haben die Kinder die ganzen Schtze von der Hexe gesammelt und haben sich dann auf den Heimweg gemacht.

 Den ganzen Tag waren sie durch den Wald geirrt, doch schlielich haben sie nachher die Htte von ihren Eltern gefunden.

 Die Eltern hatten aber wrend der ganzen Zeit keine einzige frohe Stunde gehabt.

Darum hatten sie gnz schn gestaunt, als ihnen Hnsel und Gretel die Edelsteine von der Hexe gezeigt hatten.  

Anmerkungen von meiner Seite aus und Leseregeln

Auf die hier vorliegende Schreibweise fr das Neubeschenowarische bin ich nach einer Zeit von etwa 1 Jahr intensiver Nachforschung gekommen. Ich habe ver-schiedene Mundarttexte aus dem Gebiet, aus dem, gem der Chronik von Neube-schenowa, unsere Urahnen kamen, verglichen, wodurch ich zu sehr interessanten, ja spktakulren Ergebnissen, wie ich finde, gekommen bin. Aus dem Vergleich der Mundarttexte aus einigen Gedichteanthologien aus verschiedenen Gegenden aus dem Saarland und auch aus der Pfalz, ist deutlich sichtbar, dass unser Dialekt eine Mischung ist und als eben diese Mischung ist unser Neubeschenowarische das Original, ein zweites ist nirgends zu finden. Ich konnte dadurch aber auch die Sprachelemente, woraus unser Dialekt besteht, jeweils den Gebieten zuordnen, wo sie auch heute noch, oft genauso, gesprochen werden. Es handelt sich dabei aber um hnlichkeiten/Schnittmengen, die eben kleiner oder grer sind. Mein Problem war in erster Linie,  fr gewisse Laute im Neubeschenowarischen, die es im Schriftdeutschen aber nicht gibt, eine Notation zu finden, also wie schreibe ich es? Ich konnte mir zwar Anregungen aus den oben genannten Mundarttexten nehmen. Aber Mundartschrift ist keine ofizielle Standartschrift und jeder kann im Prinzip schreiben wie er will. Dabei lehnt sich jeder mehr oder weniger an die deutsche Standartschrit an. Ohne jedwelche Kompromisse ist es sehr mhsam zu lesen, denn das Schriftbild ist ja weitgehend auch eine Gewohnheitssache, weil man es ja nicht in der Schule lernt. Weil aber Mundart allgemein fr eine kleine Gruppe geschrieben wird, die ja ihren Klang im Ohr hat, tut man sich Mundart letztendlich zurecht lesen, also folgt beim Lesen eine bereinstimmung von gewohntem Klang und Schrift, was aber eben auch einer gewissen Gewhnung bedarf. Wie man Sprache schreibt, ist ja letztendlich immer eine Konvention innerhalb einer Gruppe. Eine hundertprozentige Wiedergabe vom Buhstaben (als Laut) und seiner Schrift (als Zeichen, Bild)/Phonetisierung, sowie auch Satzbau/Syntax, Rechtschreibung/Ortographie, gibt es in keiner Sprache, erst recht nicht in der Mundart.    

Ich konnte somit Wrter regelrecht, vor allem aus dem Trierischen, Luxemburgi-schen, Mettlachischen und Saarlouisischen - das Gebiet Obermosel-Untersaar, aus dem unsere Uhrahnen hauptschlich kamen, wobei die Schwarzwlder eine extra Geschichte ist, s.a. Chronik - abschreiben, musste aber eine eigene Notation erfinden fr diese Laute, weil es diesbezglich keine allgemeine Verwendung gibt. Dabei haben manche Buchstaben mit Sonderzeichen verwendet, wie z. B. ,; ; ; ; ; ; , manche Buchstabenkombinationen, wie z. B. Ao/ao, Oa/oa, Ou/ou, fr Vokale die nicht hell, sondern verdumpft, also Zwischenlaute, sind. 

Diejenigen die ich mir dann fr das Neubeschenowarische (aus einer Tabelle) herausgesucht habe, sind folgende: 

,   =  A,a  zu O, o hin ziehend (dumpf), um von A (klar) zu unterscheiden

             wie in: i/Ei; nz/eins; zw/zwei; blich/bleich; Dch/Tag;                           Dich/Teig; Fser/Faser; Fr/Frau; Hm/Heim; kfen, kft/kaufen,                     gekauft; Sicherht/Sicherheit; Stn/Stein; wich/weich; Zjer/Zeiger;                Zijchen/Zeichen; Zl/Zahl; egl/egal; Amerikner/Amerikaner; brv/brav

,   = zwischen E, e und I, i, um von E (klar) zu unterscheiden,

             [Ist wichtig, um Verunsicherungen zu vermeiden, wie in: Heft/Heft und

            Hft/Hfte; Stck/Stck und Stecken/Stecken, Stock]

            wie in: nn/in; mmer/immer; fren, gfrt/fhren, gefhrt; hwen,                kf/heben, gehoben; hren, krt/hren, gehrt; schn/schn;                               Sprtz/Spritze; Str/Stirne; stren, gstrt/stren, gestrt; tragen,                        getragen/trn, getroon; Wnt/Wind; Wnter/Winter; Zmmer/Zimmer;

               Knt/Kind; blnt/blind; hn, ht hlt/er holt;

,   = O, o  zu U, u hin ziehend (dumpf), um von O, o (klar) zu unterscheiden,

            wie in: Drscht/Durst; nff/hinauf; nn/und; ff/auf; ch/auch;                           rff/herauf, mm/um; s, s/so; sgoor/sogar; Wrscht/Wurst; Dr/Dorn;        Zr/Zorn;

Das geschriebene E,e kann dreierlei bedeuten:

1. E,e  = E, e (klar), auer wenn

2. E,e  = dumpfes A, a [Ə, ǝ - (Lautschrift)] (wie das Ă, ă im Rumnischen) in:

            ge[ǝ]-: gemach/gemacht; geween/gewesen; gelrt/gelernt; gelf/gelaufen;

           -ge[ǝ]-: abgemach/abgemacht; ousgelrt/ausgelernt; ousgeleert/ausgeleert;            wchgelf/weggelaufen;

            be[ǝ]-: beriimt/berhmt, bemerkt/bemerkt; bekweem/ bequem;                             -be[ǝ]-: unbekweem/unbequem; unbemerkt/unbemerkt; beruuf/einberufen;

            e[ǝ]/ein, wie in: e Mann/ein Man, e Jng/ein Junge; e Schdck/ein Stck;

            e[ǝ]n/ein, eine; wie in: en Houfen/ein Haufen, en Zoun/ein Zaun, en Fr/    eine Frau; en Hous/ein Haus;

           -e[ǝ]n: Owen/Ofen; Growen/Graben; Mogen/Magen etc. bei Substantiven              und machen/machen; kfen/kaufen; sngen/singen; kmmen/kommen;                hupsen/hpfen, springen; schdrichen/streichen etc. beiVerben;  

            (eventuell knnte man das e[ǝ] in -en auch wegfallen lassen, wre vielleicht            noch genauerer, wie dann z. B.: Groown/Graben; Moogn/Magen; Houfn/                Haufen etc. bei Substantiven und machen/machn, brngn/bringen, etc. bei           Verben, weil das  e[ǝ] in -en fast verschluckt wird, auch in der deutschen                   Schriftsprache.)

            e[ǝ]t/es, das;

            -e[ǝ]t: Owet/Abend; Arwet/Arbeit; Morjet/Morgen;

            -e[ǝ]tz: owe[ǝ]tz/abends; morje[ǝ]tz/morgends [nicht in jetz/jetzt];

            -e[ǝ] (am Wortende), wie in: morje frii/morgen frh; kmme merr/kommen            wir;

            Es kann aber auch heien: morjen nomttach/morgen nachmittag;

            kmmen se/kommen sie; schderwen ous/sterben aus;

            ob auf -e[ǝ] oder -e[ǝ]n die Endung, das wird in einem Trierischen Wrter-           buch als die N-Regelung bezeichnet, weil es auch in der trierischen Mundart      vorkommt. Es heit dort: Das N kann im Trierischen bei Wrtern, die auf        N(n) fallen, auch wegfallen. Das hngt von dem Beginn des nachfolgenden           Wortes ab.

            Beginnt das nachfolgende Wort mit A, D, E, H, I, N, O, T, U, Z bleibt das N      erhalten, wie in:

              Ich/ich hann hn heit noch nt gsiin./Ich habe ihn heute noch nicht                   gesehen.

             Hn hatt schn alles germt./Er hat schon alles eingerumt.

             Hn hatt merr das gsoot. Wn hatt derr das gsoot? Na hn.

             Er hat mir das gesagt. Wer hat dir das gesagt? Na er.

             beginnt das nachfolgende Wort mit B, F, G, J, K, L, M, P, R, S, V, W fllt         das N weg. 

            Hn hatt sch jetz, jezert ngschdn./Er hat schon jetzt Angst.

               Wi ich/ich h gsiin hann, ./Wie/ Als ich ihn gesehen habe... .

            H kmmt mt. W kmmt mt? Na hn./

            Er kommt mit. Wer kommt mit? Na er.

            Das hat bei der Satzbildung dann jene Konsequenzen, dann, je nachdem               womit das nachfolgende Wort beginnt, das n einmal geschrieben steht und      ein anderes mal entfllt, wobei es aber dasselbe Wort bedeutet, wie z. B.: 

           auch bei nnndreen/hineindrehen; nnnimpfen/hinein impfen;                     nnnhwen/hinein heben; nnnziin/hinein ziehen etc.

           aber bei nfallen/hinein fallen; nkmmen/hinein gekommen;                       nschbrtzen/hinein spritzen; nbkken/hinein bcken; nlfen/hinein laufen           nmachen/hinein machen; etc. 

          Daraus ergibt sich dass:

          , n = ein, wenn ein betont wird | Mann = ein Mann,  n Zoun = ein Zaun |

         Dazu kommt noch, dass

          e[ǝ], e[ǝ]n = ein, wenn ein unbetont wird | e Mann... , en Zoun... |

          mol = einmal |betont|

         e[ǝ]mol = einmal |unbetont|

         Wann dou norr mol kmmen ttscht.

         Wann dou norr emol kmmen ttscht./Wenn du nur einmal kommen wrdest.

         (Die Unterscheidung ist eine Gefhlssache.)

          -e[ǝ]ln: bndeln/bnteln; zweiweln/zweifeln; Zwiwwel/Zwiebel; etc.

          -e[ǝ]lt: verhuddelt/zerstrt, verdorben; gekrawwelt/gekrabbelt; etc.

3. E, e         = (ganz offenes A, a) wie in: Br/Br, geer/gerne, frwen/frben, 

und ,          Keren/Kern, leer/leer, Meer/Meer, Peerd/Pferd, Steren/Steren,                             schderwen/sterben; Weert/Wert; und zwar immer wenn nach E, e und                    , im Neubeschenowarischen ein r folgt; (Habe ich heraus                              gefunden, deshalb kann als allgemeine Regel definiert werden. Weil                     ich nicht noch einen vierten Laut mit Zusatzzeichen verwenden und                die Sache noch komplizierter machen wollte, habe ich mich an die                                 hochdeutsche  Schreibweise angelehnt. Wo im Hochdeutschen E, e, ,               vor r steht,  habe ich es auch im Neubeschenowarischen dabei                          belassen.

i, i = wie + i, + i; steht fr den getrennt gelesenen Zwielaut ei, wie             in: bi kmmen/bei kommen (aber nicht bei ns/bei uns); din/dein; 

            min/mein; Pri/Preis; Schdrit/Streit; wichen/weichen; Win/Wein;                   Zit/Zeit; Pif/Pfeife;

            und eu, wie in: Fijer/Feuer; ficht/feucht; kichen/keuchen;

ou     = wie O + u, o + u; ist eine Wandlung vom Zwielaut  au, wie in: brauchen/           /brouchen; Haus/Hous; Lous/Laus; Mous/Maus; Zaun/Zoun; aber nicht                  konsequent durchgehend, wie in: Saum/Sm; Taum/Trm; kfen/kaufen

Was nun die Dehnungen betrifft, habe ich mich fr folgende Regel entschieden:

 

einfache Vokale in einer Binnensilbe, wie in: fren/fhren, hren/hren, rden/reden, schbren/spren, treden/treten, Besem/Besen, Growen/Graben, Mogen/Magen, Medchen/Mdchen, [anders in Mddercher/Mdchen (Plural)], mol/einmal, [mol/einmal wenn betont], zwtens/ /zweitens, knen/keiner|keinen, mlen/mahlen, molen/malen, etc.

bei mehrsilbigen Wrtern am Wortanfang, wie in: mer/Eimer, nen/einer|einen, 

nerlei/einerlei, Owet/Abend, wen/Ofen, wen/oben, etc.

dopellte Vokale bei allen einsilbigen Wrtern, wie in:

wenn die Betonung bei mehrsilbigen Wrtern auf die Ensdsilbe fllt, wie in:

 

Dehnung mit h fllt weg, weil unlogisch, wie z. B. in: mlen/mahlen (Getreide);                  malen/molen (Bild); hren/hren; fren/fhren; spren/spren; /krenkehren;     Dehnung ie fllt weg; wo i gedehnt wird, dann ii; wie in: Biir/Bier; kriit/kriegt                 (bekommt); Grii/Gries; Rii/Riese; Schdiir/Stier;

             die > di; nur wenn betont wird dann dii;

             wie > wi; nur wenn betont wird dann wii;

Wenn Dehnung, dann immer mit Vokalverdoppelung, wie in:

i/Ei, /Auge, l/l, nz/eins, n/ein|eine, Bm/Baum, Beem/Bume, Nr/Niere, geer/gerne, Scheer/Schere, Schdn/Stein, Zr/Zorn, Fr/Frau, fr/froh, geel/gelb, bloo/blau, brv/banl/banal, egl/egl, Adwokt/Advokat, gelf/gelaufen, kft/gekauft, getreet/getreten, gsoot/gesagt, Sl/Saal, Bl/Ball (Tanz), Ml/Mahl, Meel/Mehl, Fl/Falle, Schrt/Schrot, etc.

ks      = chs; cks; x; wie in: Bks/Hose; Bks/Bchse; Fks/Fuchs; Heks/Hexe;

Kw, kw = Qu, qu, wie in: Kwell/Quelle; kwtschen/quetschen; Kwetschen/                       Zwetschgen; bekweem/bequem;

Schb, schb = Sp, sp, weil eher weich ausgesproche wird, wie in: Schbrtz/Spritze; 

                    Schbalr/Spalier; schbazren/spazieren; Schbangl/Spange;                                  Schbill/Spiel; schbouzen/spucken; etc.

Schd, schd = St, st, weil meine, dass es eher weich ausgesproche wird,wie in:                        Schdck/Schdcker; Schduul/Schdiil; Schdamm/Stamm;                                    Schdrck/Strecke; schdrekken/          strecken, schdrkken/stricken; etc.

ck bleibt, wie in: Mck, -en; Zcker/Zucker; drcken/drcken;

tz bleibt, wie in: Katz, -en/Katze, -n; Netz/Netz; Schbatz, -en/Spatz, -en; Ratz,-en/Ratte, -n; Schbrtz/Spritze ; schbrtzen/spritzen; kratzen/kratzen, rtzen/ritzen, 

V, v bleibt, wie in Vatter/Vater; Vugl, Vigl/Vogel, Vgel, Vrhang/Vorhang, vrschdellen/vorstellen, vr/vor; ver|va, wie in: ver|vahekst/verhext, verankert/ verankert, ver|vagn/vergehen, ver|valren/verlernen, vlren|verlren|valren/verlieren, gvlr|vlr|verlr|valr/verloren, ver|vaschdn/verstehen, -ver|va-  und -ver|va, wie in: Plver|va/Pulver,

Ansonsten:

Die er - Silbe: 

Die er - Silbe ist gewissermaen variabel, wechselhaft; dabei kann das r ganz verschwinden, dann wird er zu [ɐ], ein weit offenes A, a (Lautschrift), was man entweder mit e' der Apostrof steht fr das weggefallene r -, oder mit a schreiben kann; kann auch nur schwach angedeutet werden, was wie ɐr klingt und kann ganz ausgesprochen werden, wobei er auch wie ɐr klingt, was man aber dan mit er schreiben wrde.

B, D, G am Wortanfang werden immer hrter angeschlagen, also zu  P, T, K hin ziehend, wie in:

Brt/Brot, Bliit/Blte, Brii/Brhe, Bl/(Tanz)Ball, Bluut/Blut, Bruut/Brut; bnnen/binden; bkken/bcken;

dri/drei, dnkl/dunkel, Dnsdach/Dienstag, Dekken (o. Sg.)/Decke,-n, danke/-danke, dreen/drehen, drkken/drcken;

Gluut/Glut, guut/gut, Geerscht/Gerste, Ganz/Gans, Grnd/Grund, grifen/greifen, und P, T, K teils weicher, wie in:

btzen/putzen, Bsdn/Posten, Blch/Pflug, Blooch/Plage, Bst/Post;  Braum/Pflaume, Babr/Papier; Bubeler/Schmetterling; 

dmisch/taumelig, Dsch/Tisch, Dch/Tuch, Dt/Tod, Dl,-er/Teil, -e, Dl, Deeler/Tal, Tler, drnken/trinken, Dann/Tanne, Dch, Deech/Tag,-e, Df,-en/ /Taufe, -n, Deppich/Teppich; Dr, -en/Tr, -en; Drt, -en/ Torte, -n,

Dr,-er/Tor, -e,  Dppen, (o. Sg.)/Topf, Tpfe ; Dittl/Tittel, Drm/Taum;

Grmpr/Kartoffel, Guggertz/Mais, Griz/Kreuz, gln/klein, Grk/Krcke, gatscheln/wippen; gluntschen/ /schaukeln;

also zu B, D, G hin ziehend, als auch

hart/gehaucht (Ph, Th, Kh), wie in:

pkken/picken, Pll/Pille, Pll/Pelle, Ppp/Puppe, Pkelchen/Pickel, Pder, Pitt/Peter, Pann/Pfanne, Peert/Pferd, Pif/Pfeife;

Tnt/Tinte, Teller/Teller, Tuut/Tte, trn/tragen, Tauf/Taube, Turm/Turm, turnen/turnen; Teller/Teller; Trauer/Trauer;

Kndt/Kind, kennen/knnen|kennen, kfen/kaufen, kft/gekauft, Krit/Kreide, Krscht/Kruste, Keren/Kern, kren/kehren, krt/gekehrt,  Kammer/Kammer, Karfiol/Blumenkohl (sterr.), kennen/knnen; kmmen/kommen. kmmern/kmmern, Kopp/Kopf, Krit/Kreide, kll/geholt, genommen, kang, kong/gehangen; Krz/Kerze;

 

Um hier eine allgemeine Regel aufzustellen, msste man sich untereinander austauschen und absprechen.  Deshalb habe ich nur dort wo P, T, K auch im Neubeschenowarischen hart ausgesprochen werden, wie Ph, Th, Kh klingend, auch P, T, K geschrieben und in allen anderen Fllen mit B, D, G, um sie wiederum voneinander zu unterscheiden. Das mag auf den ersten Blick wohl befremdlich, weil ungewohnt, ausschauen. Ich bevorzuge es aber der Schreibweise Ph, Th, Kh, was beim Struwwelpeter-Projekt allgemeiner Konsens ist, weil es schon recht exotisch aussieht und ich dies hier in Deutschland bei all meinen bis jetzt angetroffenen Mundarttexten noch nirgends gesehen habe.

 

 

Mein Grundgedanke bei der Erstellung der Schreib- und Leseregel fr das Neubeschenowarische ist der, dass ich eine Regel erstelle, die mglichst durchgehend und konsequent befolgt und verfolgt werden kann (dass ich z. B. nicht einmal Kuh

und ein anderes mal Kuu schreibe, oder Brt und Brt, oder Ruh und Ruu, Ruf oder Ruuf, oder Stier, Stiir, Schtier, Schdier und Schdiir, Knd und Knt, etc.).

Kompromisse mit der deutschen Standartschrift habe ich gemacht bei:

brigen ist auch in der deutschen Standartschrift nicht alles logisch und konsequent, was z. B. die Dehnungen wowohl mit ie als auch mit h betrifft, wie z. B.  mahlen, malen; spren, hren, stren, rgen, kehren, fhren, rhren, etc., oder Mehl, Mahl, Saal, Staat, Blte, Rhre, Strom, Dom, Ruhm, Bad, Boot, Stier, Bier, Br, Beere, etc.. Dabei ist die Dehnung mit Verdoppelung statt mit h logischer, was auch im Trierischen benutzt wird.

 

Ich wollte deswegen so genau wie mglich vorgehen, weil beim Verfassen vom Struwwelpeter in den verschiedenen Dorfdialekten das ja zum Thema gepasst hat, um dadurch ihre jeweiligen Eigenheiten heraus zu schlen, sonst wre es ja ein schlechter  Vergleich. Denn die Dialekte im Banat haben sich zum Teil erheblich voneinander unterschieden und das allgemein Banater Schwowisch ist ja im Groen und Ganzen eher ein saarlndisch-rheinfrnkisch-pflzischer Durchschnitsdialekt. Mit dem eigentlich wrttembergischen Schwbisch hat der nur uerst perifr etwas zu tun. Das kann auch meine Frau besttigen, die ist eine waschechte gebrtige Tbingerin. 

Ich hoffe nun dass die von mir ausgesuchte Schriftart von euch Neubeschenowarer angenommen werden kann. Wenn auch nicht im ersten Anlauf, so denke ich doch, dass man sich, nach einigen Leseversuchen, hineinfinden wird. Schlielich ist es ja nser Mtterschbrooch.


Der Vorstand